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12.08.2014

Robin Williams: Beste Filme, berühmteste Rollen

Von "Mork vom Ork" bis zu den Oscars: Robin Williams' facettenreiche Karriere im Überblick.

Good Morning, Vietnam 0

(© Warner Bros) Robin Williams in "Good Morning, Vietnam".

Die "lustigen" Rollen schienen ihm auf den Leib geschneidert, doch Robin Williams war weit mehr als Gag-Garant und Dauergrinser. Mit hoher sprachlicher Raffinesse und messerscharfem Verstand konnte er Pointen aus dem Ärmel schütteln, die selbst auf dem (selten erreichten) niedrigsten Niveau noch über Eleganz und Würde verfügten.

Williams vermochte zudem, die vorherrschende Stimmung nach Belieben zu kippen. "Ein gutes Buch bringt dich zum Lachen… und bricht dir im nächsten Moment das Herz", meinte Schriftsteller Chuck Palahniuk einmal. Williams war einer der wenigen Schauspieler, die es - vermeintlich mühelos - zustande bringen, ihr Publikum in einem Augenblick in hysterische Lachkrämpfe verfallen und ihnen im nächsten die Tränen über die Wangen kullern zu lassen.

Anfänge
Club der toten Dichter 0

(© ORF/Graf Film/Toni Muhr) Robin Williams in "Der Club der toten Dichter"

Wie die meisten Comedians startete Robin Williams seine Karriere auf den Bühnen diverser Nachtclubs. Seine Breakthrough-Performance lieferte er in der Serie "Happy Days" ab, in der er den Außerirdischen "Mork vom Ork" verkörperte. Beim Vorsprechen bat Produzent Gary Marshall den jungen Schauspieler, Platz zu nehmen. Williams machte daraufhin einen Kopfstand im Sessel und bekam die Rolle - weil, laut Marshall, kein anderer Alien beim Vorsprechen erschienen war.

Zuvor hatte Williams bereits für kleinere Auftritte (etwa in der "Richard Pryor Show") vor der Kamera gestanden. Als "Mork" wurde er schlagartig berühmt und bekam ein eigenes Spin-off ("Mork & Mindy"), das von 1978 bis 1982 produziert wurde.

Zwischenzeitlich war Robin Williams in seiner ersten Kinorolle zu sehen, spielte Popeye, den Seemann im gleichnamigen Film (1980). Zwei Jahre darauf durfte er in der Adaption von John Irvings "Garp und wie der die Welt sah" erstmals sein Talent für anspruchsvollere Parts unter Beweis stellen. Wieder war es eine Hauptrolle.

Oscars, Bösewichte, Stimmtalent
Good Will Hunting 0

Robin Williams (li.) mit Matt Damon in "Good Will Hunting".

1987 spielte Robin Williams den Radio-Moderator Adrian Cronauer in "Good Morning, Vietnam" und erhielt dafür eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller. Zwei weitere sollten in den nächsten fünf Jahren folgen. Williams wurde sowohl für  "Der Club der toten Dichter"  als auch für "König der Fischer" nominiert. In Empfang nehmen durfte er die kleine Goldstatuette aber erst 1998 - als bester Nebendarsteller in "Good Will Hunting".

Seine Vielseitigkeit zeigt Williams in zahlreichen Komödien ("Mrs. Doubtfire", "Flubber", "Jumanji"), Dramen ("Zeit des Erwachens") und Literaturverfilmungen ("Hamlet", "Hook"). 2002 war er in gleich zwei Produktionen als Mörder zu sehen ("Insomnia", "One Hour Photo"). "Happy Feet", "Robots" und "Aladdin" sind nur einige der Animationsstreifen, in denen Williams als Synchronsprecher zu hören war.

In dieser Funktion wirkte er auch an seiner letzten Kinoproduktion mit. In der 2015 erscheinenden Fantasy-Komödie "Absolutely Anything" spricht er den Hund Dennis. Zuvor wird Williams noch im dritten Teil der "Nachts im Museum"-Reihe als Teddy Roosevelt zu sehen sein.
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