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03.01.2017

"Passengers": Galaktische Liebe statt Horrorshow

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Martin Sheen
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Ist es die wahre Liebe wert, nie wieder einer anderen Menschenseele zu begegnen? Chris Pratt und Jennifer Lawrence treiben in "Passengers" als gestrandetes Liebespaar durchs All.




Die Menschheit sucht in den Weiten des Weltalls nicht nur nach bewohnbaren Planeten, sondern auch nach Möglichkeiten, diese schnellstmöglich zu erreichen. In "Passengers" dauert die Reise zum nächsten Erden-Zwilling trotzdem knapp 120 Jahre. Dumm, wenn sich eine der High-Tech-Tiefkühltruhen, in denen die Passagiere befördert werden, viel zu früh öffnet. Jim Preston (Chris Pratt) widerfährt dieses grausame Schicksal. Wieder einschlafen ist unmöglich, und da der Zielhafen erst in neun Jahrzehnten erreicht wird, sieht sich Jim als Leiche in der neuen Welt ankommen.

Nachdem er die Annehmlichkeiten zur Gänze ausgeschöpft hat, die es mit sich bringt, ein gigantisches Raumschiff für sich alleine zu haben, ergreift die Verzweiflung von Jim Besitz. Knapp vor dem Selbstmord verliebt er sich allerdings in die schlafende Schönheit Aurora Lane (Jennifer Lawrence) und gibt schließlich dem Drang nach, sie ebenfalls aufzuwecken. Die beiden lernen sich kennen und lieben, als der Roboter-Barkeeper Arthur (Michael Sheen) einen Keil zwischen sie treibt...
 

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(© Sony) Jennifer Lawrence und Chris Pratt in "Passengers"

Liebesgeschichte statt Sci-Fi-Horror
Das grundlegende Szenario von "Passengers" könnte so auch den Ausgangspunkt eines prächtigen Sci-Fi-Horrorfilms abgeben: Mysteriöser Vorfall öffnet Kryokammer, Held findet sich einsam auf verlassenem Posten wieder und treibt ohne Chance auf Rettung durchs All. Statt Grauslichkeiten und Nervenkitzel setzt der Film allerdings auf eine Liebesgeschichte, die nicht nur auf das Story-Ur-Rezept (Junge trifft Mädchen, Junge verliert Mädchen, Junge gewinnt Mädchen zurück) schlechthin baut, sondern dieses auch recht altmodisch auf die Leinwand bringt.

Jim ist ein Holzfällertyp, der die intellektuelle Aurora mit seinem männlichen Erfindungsgeist und seiner heroischen Aufopferungsbereitschaft umgarnt. Weil Pratt und Lawrence hervorragend miteinander harmonieren, fällt das Altbackene aber kaum ins Gewicht. Vielmehr wirkt "Passengers" wie ein Liebesfilm, der dank futuristischem Setting, ein wenig Action und dem nötigen Witz auch Filmromanzen-Verächtern durchaus zusagen könnte.

"Passengers" startet am 5. Jänner 2017 in den österreichischen Kinos.



 


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Martin Sheen

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