Foxtrot

Foxtrot
2017, Deutschland/Frankreich/Israel, Polyfilm
Genre:
Drama
Darsteller:
Lior Ashkenazi, Sarah Adler
Regie:
Samuel Maoz
Laufzeit:
108 Minuten
Inhalt
Michael Feldmann wird eines Tages die Nachricht überbracht, dass sein Sohn Jonathan, welcher zu der Zeit beim israelischen Militär dient, an der Front gestorben sei. Während die Mutter in Verzweiflung zusammenbricht, überkommt Michael eher die blanke Wut.

Der Auftakt des Filmes stellt das Elternpaar in dem Moment dar, in dem sie von dem Verlust ihres Sohnes erfahren und das Militär für solche tragischen Momente wohl ein paar praktische Tipps für die Angehörigen parat habe, wie zum Beispiel, dass ein Glas Wasser über den ersten Schock hinweg helfen könne. Hier zeigen sich schon die ersten Spuren des im Film zunehmend tragischkomischen Stils. I

m weiteren Verlauf der ersten halben Stunde zeigt der Film wie die Eltern mit ihrer Trauer umgehen und erscheint anfänglich als Tragödie. Parallel dazu wird ein zweiter Geschichtsstrang eingeflochten, in welchem vier junge Soldaten gezeigt werden, die an ihrem trostlosen Einsatzort mit dem Kontrollieren von Reisenden und mit einigen wilden Kamelen beschäftigt sind.

Durch eine weitere plötzliche Nachricht, dass es sich bei dem verstorbenen Soldaten Jonathan Feldmann nur um einen Namensvetter des tot geglaubten Sohnes gehandelt hatte und der Sohn von Michael und seiner Frau noch am Leben ist, wandelt sich der Film nun zunehmend zu einem satirischen Drama zwischenmenschlicher Natur und zeigt Michael und seine Frau in den nächsten 6 Monaten und ihrem Umgang damit.

Neben der tragischen Verwechslung muss sich Michael auch mit seiner Familie herumschlagen, mit seiner kranken Mutter, die unter Demenz leidend im Alterspflegeheim Schwierigkeiten hat ihren Sohn zu erkennen, sowie mit religiösen, geschichtlichen und westlich-modernen Konflikten, wodurch der Film eine starkes Zeitdokument darstellt und einen Kontext herstellt, der die Dinge auf interessante Weise verbindet.

Neben den Elementen eines Anti-Kriegs-Filmdramas und einer Tragikomödie beinhaltet der Film auch Elemente eines Familiendramas, ist dabei aber durchgehend mit seinem speziellem Humor und einer gewissen Satire gespickt. Eine Besonderheit stellt eine überraschende Tanzeinlage eines gelangweilten Soldaten dar, die auch im Trailer des Films zu sehen ist.